HINTERGRUND UND KURZDARSTELLUNG
Das DZITM ist eine „non profit, non governmental organization“ und befasst sich mit sämtlichen Aspekten zu neuen Techniken und Innovationen in der Medizin.

Es besteht eine enge Kooperation und Partnerschaft mit weltweit führenden Einrichtungen. So zählt das DZITM aktuell mehr als 500 Mitglieder aus 70 Universitäten, 40 High Tech Unternehmen und 80 wissenschaftlichen Einrichtungen aus Europa, USA, Asien, Südamerika ,Afrika und dem Nahen Osten. Durch die Assoziation mit der International Tissue Engineering Research Association - ITERA und vermittelt durch das DZITM eigene Institut für Tissue Engineering und Regenerative Medizin - ITERM verfügen wir über excellente wissenschaftliche, gesundheitspolitische und klinische Netzwerkstrukturen. Partnerschaften mit dem „Theodor Bilharz Research Institute – TBRI, Cairo, Egypt“ und dem „Institute for Regenerative Medicine der Wakeforest University WFIRM , NC, USA“  erweitern das internationale Kompetenznetzwerk. Klinisch verankert ist das DZITM mit dem Rheinisch Westfälischen Zentrum für Beckenchirurgie und zahlreichen klinischen Einrichtungen der Hochleistungsmedizin.  
Das DZITM hat der Qualitätskontrolle für den Einsatz moderner Techniken einen eigenen Bereich gewidmet. Hier sind Zertifizierungsstrategien zur unabhängigen Bewertung klinischer Einrichtungen im Rahmen einer Sternezertifizierung entwickelt worden.
Forschung und Innovation müssen höchsten ethischen Ansprüchen genügen. Die Deklaration des Weltärztebundes weist speziell für den Bereich der Forschung Lücken auf. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Alberto Garcia Gomez, Direktor der UNESCO und Lehrstuhlinhaber für „Bioethics and Human Rights“ der UNESCO in Rom, hat auf unsere Initiative einen „Code of Ethics“ verfasst.
Das DZITM verleiht im Rahmen eines Festaktes alle drei Jahre den Otto Meyerhof gewidmeten Preis. Mit Professor Albert Ramon wurde eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die den hohen Ansprüchen des DZITM in allen Belangen und darüber hinaus entspricht.

Hintergrund
Vorherrschendes Thema des Jahres 2011 ist auf dem Gebiet der operativen Medizin der Umgang mit neuen Techniken. Hier fehlen in der Regel evidenzbasierte Studien.
Beispiel ist der Umgang mit Medizinprodukten. Abweichend von der Medikamentenprüfung wird hier bislang auf eine GCP vergleichbare, evidenzbasierte Prüfung verzichtet (Bolten, EAU Headlines 23.2.2010). Nebenwirkungen und Spätfolgen bedürfen der besonderen Beachtung. Trauriger Höhepunkt ist der Skandal um schadhafte Brustimplantate mit weltweiter Verbreitung. Auch hat die US amerikanische Gesundheitsbehörde die Warnung im Zusammenhang mit Fremdmaterialien in der Behandlung der Prolapschirurgie und weiblichen Harninkontinenz verschärft. Das DZITM sieht eine vergleichbare Problematik in der Verwendung von Netzen in der Hernienchirurgie. Ein weiteres Problem stellt der Einsatz von komplexen Robotern im Operationssaal dar. Zertifizierende technische Überwachungseinrichtungen können keine klinischen Effektivitätsprüfungen vornehmen und überblicken die weitreichenden Auswirkungen auf den individuellen Patienten erwartungsgemäß nicht. Das DZITM bietet sich den CE zertifizierenden Einrichtungen als kompetenter Partner an!  

Die Statistik zur Krebssterblichkeit in Europa belegt für Krebserkrankungen einen dramatischen Rückgang in der Mortalität von bis zu mehr als 26% (La Vecchia et al.2010)! Leider bestätigt sich für den häufigsten Tumor – den Prostatakrebs- diese Tendenz mit nur 4% nicht (La Vecchia et al.2010). Ursache kann in einer Anwendung nicht geprüfter Operationstechniken wie dem Operationsroboter begründet sein.

Innovationen der Medikamentenentwicklung zeigen ihre finanziellen Folgen. Ein Beispiel dafür sind die sog. Target orientierten Strategien einer individualisierten Therapie. Weltweit arbeiten 142 pharmazeutische Firmen an solchen Medikamenten und vorsichtig geschätzt werden die Ausgaben nur für diese Medikamentengruppe von 25 Milliarden $ im Jahr 2008 auf 51 Milliarden $ im Jahr 2015 steigen. Mehr denn je sind auch hier evidenzbasierte Entscheidungen gefragt (Neumann et al.2010).

In der Entscheidung ob medizinisch technische Leistungen bezahlt werden, erlangen die Kostenträger zunehmende Bedeutung. Ist die Diskussion in Europa noch ungeklärt, so zeichnet sich in den USA eine Lösung ab. CMS ( Centers for Medicare and Medicaid Services) ein Zusammenschluss aus den amerikanischen Versicherern Medicare und Medicaid fordern finale „ outcome Studien“ unter Aspekten der Funktionalität, der Lebensqualität, der Nebenwirkungen und des Überlebens für jedes Produkt.
So ist den Krankenversicherungen bei Strafe untersagt nicht zweckmäßige oder gar unnötige Therapien zu honorieren. In Zusammenarbeit von US Kongress und CMS sind Kriterien zur Lösung dieses Problems erarbeitet worden (Criteria for making coverage decisions. Federal Register 42 CFR part 405, http://fdsys.gpo.gov/fdsys/pkg/FR-2000-05-16/pdf/00-12237.pdf, Neumann et al.2010).
Das DZITM versucht national wie international zu dieser Problematik einen entscheidenden Beitrag zu leisten.
Literatur
La Veccia,C. et al.
Cancer mortality in europe, 2000-2004, and an overview of trends since 1975.
Annals of Oncology, doi:10.1093/annonc/mdp530,2009.
Neumann PJ et al.
Medicare and medical technology-the growing demand for relevant outcomes. NEJM 362(5):377-379,2010.

 

 



 
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